Walisischer Spätsommer
Gluthitze in Washington, Unwetter in Norwegen, und in Sevilla ist es ja sowieso immer warm. Zugegeben, auch ich hab ja einiges erwartet, bevor ich nach Wales kam, oder besser: Eigentlich hab ich gar nix erwartet. Nicht zu Unrecht stehen die britischen Inseln in dem zweifelhaften Ruf, Europas regnerischste Region zu sein. Aber da wusste ich noch nicht, dass Cardiff Cardiff ist und nicht etwa London, Newcastle oder Edinburgh. Wegen der geografisch günstigen Lage regnet sich vieles bereits in den weiter östlich und westlich liegenden Gegenden ab, die Küstenlage mit den Auswirkungen des Golfstroms trägt ihr Übriges zum milden Klima bei. Aber ich bin ja kein Meteorologie-Student.
Mit diesem Post will ich einfach mal eine Lanze brechen für den walisischen Spätsommer, der mir in bislang 15 Tagen nur wenig Grund zum Heimweh gegeben hat. Die regnerischen Tage kann ich noch an all meinen Kniescheiben abzählen (ganz recht: zwei). Und das schreibe ich jetzt nicht, um endlich den Dauerregen (siehe auch "Fritz-Walter-Wetter") herbei zu beschwören, das ist gestern schon einmal schief gegangen. Meinetwegen darf das Wetter gerne noch ein paar Tage so bleiben, regnen wird es im Winter noch genug – für Schnee ist es nämlich meistens nicht kalt genug. Mehr schöne Spätsommer-Fotos gibts im Fotoalbum in der rechten Spalte!