What happens in Vegas...
… stays in Vegas. Das haben sich auch meine 50 Dollar gedacht und sind dann gleich mal im Casino geblieben. Passiert, doof.
Aber von vorne. Las Vegas ist einfach verrückt. Mitten in der Wüste steht eine Trabantenstadt, die erst von wenigen Jahren ihr einhundertjähriges Bestehen gefeiert hat – selbst für amerikanische Verhältnisse ist das ziemlich jung. Mitten in der Wüste, mitten im Nirgendwo in Nevada liegt Las Vegas – zu deutsch etwa „die Wiesen“. Und Parallelen mit diesem einem bekantnteren Fest in München im Herbst sind nicht zu weit hergeholt. Alles, was sonst in den USA illegal ist, ist in Las Vegas erlaubt: Glücksspiel, Alkohol auf der Straße, Prostitution. Und die Touristen (zu meist Amerikaner) nutzen das voll aus.Nach zwei Tagen ein absoluter Overkill an Trubel.
Schon am Flughafengate stehen die ersten Glücksspielautomaten. Mein Geld verloren hab ich aber erst im Casino des Bellagio beim Roulette, dann noch den ein oder anderen Dollar an den einarmigen Banditen. Blöd: Da hab ich seit Beginn unserer Reise wie ein blöder Quarter gesammelt, also 25 cent Münzen, und was ist? Alle Automaten funktionieren nur mit Scheinen.
Hab ich schon erwähnt, wie verrückt Las Vegas ist? Alle sind betrunken, auf der Straße siehts aus wie auf Malle, und die Hotels sind einfach irre. Alle Themen werden bedient, das Ceasar's Palace etwa hat alle Sehenswürdigkeiten Roms nachgebaut, das New York, New York bietet Empire State Building, Freheitsstatue und Brooklyn Bridge und das Hotel Paris hat mal eben eine Kopie des Eiffelturms da stehen, im Maßstab 1:2. Ach, und das Venetian sieht aus wie Venedig und hat sogar seinen eigenen Canale Grande, irre!
Unser Hotel Tropicana war zwar weniger kurios, war aber auch richtig gut und direkt auf dem berühmten Las Vegas Boulevard ("The Strip"). Mehr als diese eine, zugegeben sehr lange Straße, haben wir dann auch nicht gesehen. Dafür aber im MGM Grand noch eine Show des Cirque de Soleil – muss man mal gesehen haben.
Stichwort: Nach zwei Tagen Vegas hatten wir dann auch die Schnauze voll und sind zum Grand Canyon gefahren. Mit dem Mietwagen unserer beiden Mitreiser Steffi und Uli, die in Vegas zu uns gestoßen sind, ging‘s in die absolute Wüste. Von Nevada quasi ins Nirwana nach Arizona (Dazu empfehle ich dieses Video!). Nach einer Nacht auf einer Grand Canyon Ranch in der Vier-Personen-Lodge (sehr gut!) und nach drei Monaten endlich der „echten“ amerikanischen Experience im republikanisch dominierten Arizona (zig Meilen nix als Wüste, Kakteen und Straße, alle zwanzig Meilen ein Dorf, mehr Kühe als Menschen) besichtigten wir am Sonntag den berühmten Skywalk, 1300 Meter über der Schlucht – gigantisch beeindruckend! Eindrücke hier: